Les Calamités
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Die Calamités on Tour
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Die Calamités gaben relativ wenige Konzerte in ihrer Karriere, die meisten zwischen 1983 und 1985. Zwischen den ersten, wirklich als Auftritten zu bezeichnenden und der gewollten Unterbrechung ihrer öffentlichen Darbietungen, blieben weniger als drei Jahre. Selbst während dieser kurzen Zeitspanne traten sie nur außerhalb der Schulzeit, der Prüfungen und der Weinlese auf.
Diejenigen, die die Calamités live gesehen haben, können sich glücklich schätzen. Sie gehören zu den wenigen Privilegierten der französischen Rockszene, denn meistens waren nicht mehr als ein paar Dutzend oder einige hundert Zuschauer pro Auftritt im Saal.
Natürlich waren sie in ihrer Heimatregion, der Côte d'Or, live zu sehen, u. a. bei einem Konzert in Dijon mit den Barracudas, oder als Vorgruppe der Kingsnakes.
Sie traten 1984 im Eldorado in Paris auf (zusammen mit ihren Freunden aus Dijon den Snipers), aber auch in anderen französischen Gegenden, wie z.B. in der Region von Decazeville zur Zeit der FO-LI-JEU.
1984 waren die Calamités beim Printemps de Bourges dabei (mit den Stunners) und sie traten dort erneut am 23. März 1985 auf, ein Jahr nach dem Erscheinen ihrer LP.
Einen Monat später konnten die zahlreichen Pariser Fans die Band an einem Samstagabend im Rex Club bejubeln. Eine Woche später dann bei der Rocknacht in der Ecole Centrale (wegen der großen Nachfrage musste am selben Abend ein zweiter Auftritt organisiert werden). Ihr größter Auftritt jedoch war zweifellos bei einem feministischen Meeting, bei dem ungefähr tausend Zuschauer zugegen waren.

Die Vorfreude auf ein Konzert der Calamités zu gehen, dauerte immer etwas länger. Oft verlängerte sich das Warten sogar noch ein wenig auf der Bühne, weil die Musikerinnen erst ihre Instrumente stimmten. Wenn die Zuschauer zu ungeduldig wurden, kam manchmal Caroline nach vorn und erzählte einen Witz (was zweifelsohne nur recht wenige Rockstars je zustande gebracht haben).
Aber sobald die Mädchen mit ihren Gitarren um die Schultern auf die Bühne kamen, und der Schlagzeuger Michael sich unbeirrbar an sein Schlagzeug setzte, lud sich die Stimmung im Saal elektrisch auf und hielt bis zum Schluss an. Bei jedem Lied röhrten sie mit Riesenspaß in die Mikrophone, tanzten und hüpften während der Instrumentalparts zu dritt über die Bühne.

Die Zuschauer waren von Anfang an gefesselt und zeigten lautstark ihre Begeisterung. Während der Songs mussten manchmal sogar die Sicherheitskräfte einschreiten. Wenn Odile in den Pausen den nächsten Song ansagte, schrien einige Zuschauer "Malhabile!", weil sie dieses Lied hören wollten (was auch jedes Mal geschah). Manchmal schüttelte Isabelle den Kopf und gab denjenigen die am nächsten waren zu verstehen, dass sie dieses Lied jetzt nicht singen würden. Es gab einige Mädchen die "Micheal" schrien! Einmal rief einer allein aus dem Publikum: "Caroline je t'aime", und sie antwortete sehr hastig und sehr konzentriert: " Ich auch, ich auch", um schnell zu etwas anderem überzugehen.copyright : www.lepoete.fr.fm

Ein Song folgte dem anderen, sowohl die von den Schallplatten als auch die nicht aufgenommenen. Jeder sang mit bei dem Lied "The kids are alright" und es hörte sich immer ein wenig falsch an. Waren die Calamités echte Profis oder nicht? Sicherlich nicht wenn Profi gleichbedeutend für Überheblichkeit steht. Die Band hatte jedenfalls alles unter Kontrolle...

Nach ungefähr einer Stunde (sie behielten von Anfang bis Ende einen rasenden Rhythmus bei) befand man sich entweder auf dem Heimweg oder vor einer anderen Band. Die Ohren aber sausten noch und der Kopf war voll mit bewegenden Momenten, die man selbst nach fünfzehn Jahren noch vermisst...


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